Kleine Charakterliche Hilfe zur Charaktererstellung im RP

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Yana
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Kleine Charakterliche Hilfe zur Charaktererstellung im RP

Beitrag von Yana » 08.01.2014, 00:56

Das Gesinnungsystem von Dungeons & Dragons ist vielen bekannt. Es ist verständlich und zugleich hilfreich wenn man beginnt die ersten Charakterzüge des Charakters zu formen.
Mit wenigen Handgriffen haben wir einen groben Überblick darüber, wie unser Charakter vermutlich reagiert.

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Doch ich gehe nach diesem Schritt noch etwas weiter. Und dazu möchte ich euch heute den MBTI vorstellen. Es ist ein Indikator für die Persönlichkeit eines Menschen oder in unserem Fall Menschen, Twilek, Sith, Wookie was auch immer.

Entwickelt wurde er von Katharine Briggs und Isabel Myers und heisst daher "Myers-Briggs type indicator"

Er ist durchaus umstritten und nicht verlässlich. Menschen lassen sich nicht auf wenige Faktoren herunterreduzieren und das gilt auch für Rollenspielcharaktere. Dennoch ist es als Werkzeug für die ersten Überlegungen hilfreich.

Die Einzelnen zu wählenden Schwerpunkte sind dabei keinesfalls einander ausschliessend. Es ist eher damit vergleichbar ob man eher die Linke oder die Rechte Hand bevorzugt, beim Zielen eher das linke oder rechte Auge verwendet und so weiter.

Die zu wählenden Präferenzen sind die folgenden:

E Extraversion - Introversion I
S Sensing - Intuition N
T Thinking - Feeling F
J Judging - Perceiving P



I oder E – Introversion oder Extraversion
Beschreibt die Motivation zur Sinneserfahrung. Diese Unterscheidung ist weit geläufig. Ein außenorientierter Mensch ist kontaktfreudiger und breiter interessiert, ein innenorientierter Mensch konzentrierter und intensiver.
Extrovertierte Menschen haben typischerweise große Bekanntenkreise und sind viel unterwegs. Meist handeln sie erst und reflektieren später. Sind sie inaktiv, leiden ihre Stimmung und Motivation. Demgegenüber kostet es introvertierte Menschen Energie, wenn sie lange sozialen Situationen ausgesetzt sind. Sie überdenken Dinge zunächst gründlich und handeln dann. Man geht davon aus, dass die Verteilung in der Bevölkerung etwa 50:50 beträgt.


N oder S – Intuition oder Sensing
Die Wahrnehmungspräferenz beschreibt die Art und Weise wie Informationen, die man aus seiner Umwelt erhält, verstanden und interpretiert werden. Menschen die “Sensing” bevorzugen, vertrauen eher auf konkrete Fakten und ihre fünf Sinne. Sie misstrauen Eingebungen und Ahnungen. Der intuitive Geist verlässt sich stärker auf seinen sechsten Sinn, also auf sein Bauchgefühl. Es heisst, dass der Anteil der Sensoriker 2/3 der Bevölkerung ausmachen würde.


F oder T – Feeling oder Thinking
Beschreibt die Art und Weise, wie Entscheidungen getroffen werden. Der Denker betrachtet die ihm vorliegenden Informationen eher von einem rationalen Standpunkt, der Fühlende wird eher darum bemüht seine Moralvorstellungen in die Entscheidung einfliessen zu lassen. “Feeling”-Typen setzen bei ihrer Entscheidungsfindung auf Empathie und denken persönlicher. Ihr Ziel ist es vor allem Konsens und Harmonie herzustellen, "Thinking"-Typen bevorzugen eher "die nackte Wahrheit" als ein taktvolles Ausweichen. Man nimmt an, dass 2/3 der "Thinking"-Typen Männer sind und 2/3 der "Feeling"-Typen Frauen.


J oder P – Judging oder Perceiving
“Judging” und “Perceiving”-Typen unterscheiden sich in ihrem Lebensstil und ihrer Art zu Handeln voneinander. “Judging”-Typen bevorzugen es wenn Angelegenheiten entschieden und erledigt sind. Sie brauchen Struktur und Ordnung und stellen diese auch her, etwa durch konkrete Pläne oder To-Do-Listen. Sie zeigen im Handeln weniger Spontanität, dafür jedoch mehr Disziplin und Konsistenz. “Perceiving”-Typen dagegen halten sich ihre Optionen lieber offen. Sie befassen sich am liebsten damit, wonach ihnen grade der Sinn steht und meiden einengende Strukturen. Sie sind meist geschickt im Improvisieren, neigen dafür aber auch zur Unordnung. Es wird insgesamt von einer 50:50 Verteilung in der Bevölkerung ausgegangen.


Die Verschiedenen Persönlichkeitstypen lassen sich zu einer Tabelle zusammenfassen.

(Vorsicht, großes Bild. Geht leider nicht anders)

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Ein Polarbär ist ein rechteckiger Bär nach einer Koordinatentransformation.

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Re: Kleine Charakterliche Hilfe zur Charaktererstellung im R

Beitrag von SW|Tracker » 10.01.2014, 20:18

Ich hab das mal mit dem hier getestet:
http://charaktertest.net/

Für Carsson kam raus: ISTJ - Prüfer *klick*
und für mich selbst: INFJ - Berater *klick*

Beides erschreckend haargenau zutreffend :o

Sehr Interessant!
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Delman
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Re: Kleine Charakterliche Hilfe zur Charaktererstellung im R

Beitrag von Delman » 13.01.2014, 16:22

witzig.

Delman ist: ESTJ Der Aufseher :)
Seht mein Werk, Ihr mächtigen und Verzweifelt

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Re: Kleine Charakterliche Hilfe zur Charaktererstellung im R

Beitrag von SW|Tracker » 23.01.2014, 23:32

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